St. Maria Magdalena

Eine "Hochzeitskirche" im Grünen

Die Magdalenenkapelle von Grotewiese ist eine Filialkirche der Gemeinde St. Christophorus in Meinerzhagen-Valbert.

 

Erbaut wurde sie von 1863 - 1866 von einem nicht genannten Architekten und 1866 bendiziert. Sie ist registriert mit fünfundfünfzig Sitz- und fünfunddreißig Stehplätzen, fasst insgesamt also etwa neunzig Personen. Das ist nur eine relativ kleine Zahl. Aber sie verfügt doch seit 1920 über eine richtige Pfeifenorgel mit fünf Registern auf einer schönen hölzernen Empore im rückwärtigen Teil des Kirchenraumes.

 

Die verträumt an einem Hang liegende, teilweise durch Bäume versteckte Magdalenenkapelle gehört von der Bauart und Raumform her zu den auf dem Lande seit Jahrhunderten gebräuchlichen, stützenfreien Saalkirchen. Der einfache Raum erhielt, damit er "sakralen" Charakter bekäme, nicht einfach einen Rechteckgrundriss, sondern an der Chorseite einen 3/8-Polygonchorschluss, das heißt: Er ist mit drei Teilen eines Achteckes um das Zentrum der Chormitte herum geschlossen. Der Saal ist flach gedeckt und hat eine kräftige Holbalkendecke. Die schmal hohen Rundbogenfenster sind bleiverglast und zeigen sehr schöne, große Heiligengestalten. Das mittlere Chorfenster war eine zeitlang zugemauert. Vermutlich störte morgens das Licht der aufgehenden Sonne. Dabei hatte wohl niemand bedacht, dass gerade die im Osten aufgehende Sonne symbolische Bedeutung hat: Ex oriente lux - Licht aus dem Aufgang, das ist Christus, und dessen Bild zeigt das wieder geöffnete Mittelfenster. Dabei ist bemerkenswert, dass das unversehrte Glas in der Vermauerung wiedergefunden wurde. Im Jahre 1981 unternahm es die Diasporagemeinde der heiligen Magdalena, ihre Kirche gründlich sanieren und neu gestalten zu lassen, von oben bis unten, von außen bis innen. Sie beauftragte den Hattinger Künstler Egon Stratmann. So entstand ein schönes Konzept, nach dem der gesamte Innenraum ein neues Farbkleid bekam und neue, individuell gestaltete Lampen. Der Altar wurde verkleinert und umgesetzt, neue Sedilien geschaffen und dem Tabernakel ein angemessener neuer Platz in einer seitlichen Polygonwand des Chores gegeben. Neben vielen anderen Einzelheiten wurden auch die vorhandenen Heiligenfiguren restauriert und farblich neu gefasst. So entstand ein sehr festlicher Raum für die Feier der Gemeindeliturgie wie der privaten Andacht. Nun ist die Magdalenakirche, die sich außen in strahlendem Weiß und mit einem kleinen Dachreiter präsentiert, zur viel besuchten Hochzeitskapelle geworden, ein ganz besonderer Hinweis auch ihre Beliebtheit. Vor dem Kirchlein steht inzwischen ein moderner Bildstock, eine Stele aus Beton von Egon Stratmann. Der Künstler hat sein Werk rundherum mit Symbolen und Heilszeichen, biblischen Bildern und Hinweisen auf Glaubenswahrheiten übersät. Das ganze, vielfältige Gebilde ist farbig reich angemalt und eine wahre Attraktion im Umfeld und Vorbereich der Kapelle.

(Heinz Dohmen)

 

Förderverein

Verein der Freunde und Förderer der Kapelle St. Maria-Magdalena Grotewiese e. V.

Der Förderverein, der sich zum Ziel gesetzt hat, zu Renovierungen und künstlerischen Ausgestaltung der Kapelle St. Maria-Magdalena, zur Unterhaltung des Friedhofes Grotewiese und der sonstigen kirchlichen, religiösen Zeichen in Grotewiese (Martinskapelle,  Franziskuswand, Magdalenenbildstock, Jakobsbrunnen, Estenbergkreuz und weitere). beizutragen, wurde am 14.12.2007 gegründet.

 Grotewiese 5

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